Geschichte

Archäologische Fundstellen auf dem gesamten Gebiet der touristischen Zone Haloze – Zagorje belegen, dass dieses Gebiet schon seit jeher besiedelt war. Viele Steinbeile aus der Jungsteinzeit (5. bis 2. Jahrtausend v. u. Z.) wurden hier gefunden. Es gibt auch reiche Funde aus der Bronze- (1750 v. u. Z.) und Eisenzeit (700 v. u. Z.) – der Hallstattkultur und aus der La-Tęne-Zeit, der Zeit der Kelten im 4. Jahrhundert v. u. Z. Unter den Funden sind auch altslawische Gräber aus dem 8. Jahrhundert und Grundmauern von frühkristlichen Kirchen aus dem 9. Jahrhundert.

Der bekannteste archeologische Fundort dieser Region ist die Höhle Špilja Vindija bei Donja Voća, in der Beweise für die menschliche Präsenz seit dem Paläolithikum gefunden wurden.

In Žetale und anderswo wurden Steinbeile aus dem Jahr 1200 bis 1000 v. u. Z. gefunden. Zu Hause ist nur ein Teil der Funde untergebracht, die meisten sind in den Museen von größeren Städten (bis Wien) zu finden.

Auf dem Gebiet der touristischen Zone gibt es unglaublich viele Fundstellen aus der Römerzeit, weil ihn der Nähe die bekannte römische Stadt Poetiviona, das heutige Ptuj, stand. Überliefert wurden auch Geschichten von den Kämpfen der Bewohner von Zagorje und Haloze gegen die Türken. Die zwei Bekanntesten Geschichten sind die über die Zerstörung des alten Schlosses Vinica auf dem Vinica Hügel und die Geschichte vom Grab der Türkenoma auf dem Hügel Turški vrh.

Vor der Marienkirche auf der Ptujska Gora steht eine großer Marktplatz. 1447 wurde der Ort zum Markt erhoben mit eigenem niederem Gericht und Marktrechten. Eine zeitlang hatte hier sogar das Landesgericht seine Sitz, wovon der Schandpfahl - Pranger zeugt, auf dem Verbrecher und Diebe, als Warnung für andere, angekettet und öffentlich verspottet wurden.

Auf dem Hauptplatz in Vinica stehen noch heute die seltenen und interessanten Denkmäler, der Pranger und das Getreidemaß, die beweisen, dass auch Vinica ein Handels- und Gerichtszentrum war. Vinica existierte schon in der römischen Zeit unter den Namen Vinea. Die Alten Römer bauten im Steinbruch bei Marčan den Stein Vinezit ab, der leicht zu bearbeiten und zugleich sehr fest war. Aus diesem Stein sind viele Kirchen gebaut, teilweise auch die Kathedrale in Zagreb, die Paläste in Varaždin, Zagreb und Wien. Der Stein wird noch heute für Restaurierungsarbeiten gehauen. Im Tal, unter den Jelovice bei Majšperk, wurde ein ganz besonderer Sandstein gebrochen, aus dem viele Häuser und Paläste bis zum österreichischen Graz gebaut wurden.

Die Nähe zu den archäologischen und paläontologischen Fundstellen des Urmenschen aus Krapina - dem Neandertaler in Donja Voća, beweist, dass die Region rund um Zagorje und Haloze schon sehr früh besiedelt wurde. Funde aus der Stein- und Bronzezeit, keltische Münzen vom Turški vrh, der römische Name Colles für die Weinhügel bezeugen, dass das Land mit dem angenehmen Klima, sonnigen Hängen und Wald bewachsenen Nordseiten schon lange interessant und geeignet für Menschen waren. Überreste von größeren Siedlungen wurden bis heute noch nicht gefunden, wahrscheinlich gab es sie gar nicht. Sicher ist aber, dass die Region am Rande der großen römischen Stadt Poeotovio nicht unbesiedelt war, weil die Stadt schon damals Zentrum des Weinhandels war.

Eine zeitlang war Haloze das westliche Grenzland von Pribin's Pannonien, wurde aber 811 vom Karl den Großen zum östlichsten Land des Patriarchats von Aquileia erklärt. Die ständigen Verschiebungen der Grenze, das Randdarsein wurden nur von der Nähe zum verkehrsreichen Weg zwischen dem Osten und dem Westen, der Nähe zum Fluss Drava und der Überquerung beim heutigen Borl gemildert Von den Herren von Pettau, über (für kurze Zeit) den ungarischen König Matthias Corvinus, den späteren Herren von Borl und den Minoriten aus Ptuj durchlebten Haloze und Zagorje ihre stürmischen und auch friedlichen Jahrhunderte.

Free Joomla Lightbox Gallery